14. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Geschichte rund um das Schwarze Meer · Kategorien: Informationen

An den Küsten des Schwarzen Meeres entstanden im Rahmen der griechischen Kolonisation zahlreiche Kolonien, Ploeis genannt, die untereinander und mit anderen Völkern der Region bis hin zum Mittelmeerraum Handel betrieben. Als Währung diente ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. eine Art Kleinbarren, wobei es sich um bronzene Pfeilspitzen handelte.
Zwischen den Griechen und den Thrakern, vermutlich auch innerhalb einer solchen Kolonie selbst, wurden diese im Handelsaustausch verwendet. Kolonien, welche von Venedig aus kontrolliert wurden, gab es erst im 13. Jahrhundert. Weizen und Getreide waren die bedeutendsten Güter, da Venedig zusammen mit Genua in dieser Zeit fast ganz Oberitalien versorgte. Zwischen Genua und Venedig wurde das Gebiet aufgeteilt. Die Genuesen konnten sich ab 1261 besonders auf der Halbinsel Krim festsetzen und gründeten darauf aufbauend mehrere Niederlassungen rund um das Schwarze Meer. Caffa, auf der Halbinsel Krim, wurde zur Hauptkolonie. Von dort aus kam vermutlich die Pest, der Schwarze Tod, durch die Kämpfe mit den Mongolen, nach Europa.

Heute haben sechs Staaten direkten Zugang zum Schwarzen Meer: Georgien, Russland, Ukraine, Rumänien, Bulgarien und die Türkei. Diese Anrainerstaaten haben sich im Jahr 1992 mit Moldawien, Serbien, Griechenland, Aserbaidschan, Armenien und Albanien zu einer  Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss soll zur besseren wirtschaftlichen Förderung der Region beitragen. In diesem Zusammenhang soll ein gemeinsamer Stromverbund die Anrainerstaaten verbinden, wie auch ein neuer Autobahnring. Im Jahr 2007 wurde dieses Mamut-Projekt von den zwölf beteiligten Mitgliedsstaaten beschlossen.

Im Rahmen der Schifffahrt trafen zwei österreichische Reedereien Anfang der 1840er-Jahre ein Abkommen, welches dafür sorgte, dass wöchentlich Schiffe von den Donauhäfen an das Schwarze Meer fuhren. Weitere Linien wurden bis in den Mittelmeerraum hinein betrieben und nach Eröffnung von dem Sueskanal sogar bis in den Nahen Osten und Asien hinein. So konnte bereits zu dieser Zeit ein wöchentlicher Linienverkehr zwischen Batumi, Nikolajew, Odessa, Braila und Istanbul angeboten werden. Dank des Vertrags von Montreux war die Zufahrt zum Schwarzen Meer für Kriegsschiffe begrenzt, Handelschiffe konnten jedoch frei passieren.